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1. August - Tipp - Terram Helveticum
Terram Helveticum – der Heimatverbundene
Superbes Beerenaroma, kräftige Eleganz – auf solch einen Pinot Noir wären die Franzosen stolz. Terram Helveticum wächst allerdings im sonnenverwöhnten Wallis. Uns überrascht das keineswegs.
Man nennt mich Pinot Noir, doch wo ich herkomme, weiss man nicht so genau. Die Römer hatten mich einst im Gepäck, an der Loire wurde ich im 12. Jahrhundert schon erwähnt und im Burgund verehrt man mich seit Generationen wie einen König. So blaublütig wie mein Name anmutet, bin ich nicht. Wer meine Eltern sind, ist umstritten, Traminer war im Spiel, heisst es. Ziemlich sicher stamme ich von der Wildrebe ab. In einem sind sich allerdings alle einig: Ich bin eine ganz besonders edle Rebsorte. Anspruchsvoll, was den Standort betrifft, bevorzuge ich kühlere Gegenden. In den höheren Lagen des Wallis fühle ich mich besonders wohl. Die Alpen dienen als Windkanal und die Sonne verwöhnt meine Trauben mehr als 2000 Stunden im Jahr. Fast ein Drittel aller Pinot Noir Reben, die in der Schweiz angebaut werden, wachsen hier. Die meisten Weingärten sind als Terrassen angelegt, so steil sind die Hänge entlang des Rhôneufers. In mühevoller Handarbeit erzeugen die Winzer daraus einen Pinot Noir wie ich einer bin: ausdrucksstark, beerig und würzig. Ganz heiss bin ich auf gebratene Pilze Wurst oder Fleisch vom Grill.



