Das Kap der guten Weine

Weinbau hat in Südafrika Tradition. Am 2. Februar 1659 kelterte Jan van Riebeeck, der für die niederländische Ostindien-Handelskompanie eine Siedlung am Kap gründete, den ersten Wein.

Fast alle Rebsorten, die in Südafrika wachsen, wurden Ende des 17. Jahrhunderts von Europäern angebaut. Entweder von Hugenotten, die aus Frankreich flüchteten und sich im Franschhoek-Tal ansiedelten, oder von Simon van der Stel, der Jan van Riebeeck als Gouverneur ablöste und den Weinbau nach Stellenbosch brachte. Heute gehören Stellenbosch und Franschhoek zu den wichtigsten Anbaugebieten am Kap. Bis Mitte der 1990er-Jahre kultivierten die südafrikanischen Winzer vor allem weisse Trauben. Erst vor ungefähr 15 Jahren begannen sie, mehr rote Trauben anzubauen. Heute produzieren sie ungefähr gleich viel Weiss- wie Rotwein. Am bekanntesten und beliebtesten sind Chenin Blanc, Sauvignon Blanc und Chardonnay bei den weissen und Cabernet Sauvignon, Shiraz sowie Merlot bei den roten Rebsorten. Eine Besonderheit ist die (rote) Pinotage, eine autochthone Rebsorte, die fast nur am Kap wächst. Die Kreuzung aus Pinot Noir und Cinsault reift früh, ist stark zucker- und säurehaltig und widerstandsfähig. Sie gedeiht im heissen, trockenen Landesinneren der Provinz Westkap. Ausser in Südafrika wächst die Pinotage noch in Brasilien, Israel, Kalifornien, Kanada und Neuseeland, allerdings nur in bescheidenen Mengen.

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