Traubenschätze aus Spaniens Norden

Die Tempranillo ist die Grundlage aller Rioja-Weine. Aber im berühmten spanischen Weinbaugebiet wachsen noch viele andere Trauben, die zum ausgezeichneten Ruf der Region beitragen.

Auf den kalkhaltigen und lehmigen Böden in der Rioja gedeiht die Tempranillo-Traube besonders gut, sie ist hier auch die meistangebaute Sorte. Klassische Riojas sind Verschnitte mit einem Tempranillo-Anteil von 50 Prozent oder mehr. In der Denominación Rioja, in der neben Rotweinen auch Rosé- und Weissweine gekeltert werden, sind ausser Tempranillo noch elf andere Sorten zugelassen. Darunter seit 2007 Chardonnay für kräftige Weissweine. Für Spitzenweine wird Tempranillo meistens mit Garnacha Tinta verschnitten, die Wucht und Körper einbringt. Als Verschnittpartner spielen in der Rioja zwei andere rote Trauben eine wichtige Rolle: die einheimischen Graciano und Mazuelo, die wir als Carignan kennen und die heute hauptsächlich in Südfrankreich angebaut wird, aber ursprünglich aus Spanien stammt. Besonders die Graciano-Traube hat enormes Potenzial, trägt viel zum Aroma und Gefüge der Rioja-Spitzenweine bei und verleiht ihnen zusätzliche Komplexität. Die Sorte reift erst spät und bringt nur geringe Erträge. Ihre Weine sind dunkel und tanninreich, mit kräftigem Aroma und zartem Bouquet. Einige Winzer vinifizieren heute lange haltbare und sortenreine Graciano- Weine, die als besondere Spezialität sehr begehrt sind.

Alle Weine aus dieser Region