Die Heimat der sonnenverwöhnten Weine

Das sonnenverwöhnte Apulien eignet sich für den Anbau von kräftigen und gehaltvollen Rotweinen bestens. Fruchtige Weissweine findet man dagegen kaum, weil es im Sommer nachts zu wenig abkühlt.

Tief im Süden, wo das adriatische und das ionische Meer den Sporn und den Stiefelabsatz Italiens umspülen, liegt Apulien. Die Einheimischen nennen die Region Puglia oder auch Puglie. Apulien ist die flachste italienische Region, sie besteht grösstenteils aus Ebenen und Hügeln. Der Name leitet sich vom Lateinischen a-pluvia für Regenmangel ab. Milde Winter, sehr heisse, trockene Sommer und Böden mit eisenoxidreichen Schichten auf kalkhaltigem Untergrund bieten ideale Voraussetzungen für den Weinbau. Mehr als zwei Drittel der Rebbaugebiete liegen in den Ebenen, wo es abends und nachts kaum abkühlt. Für qualitativ hochstehende Weine werden die Erträge bewusst reduziert. Früher wurden die Trauben aus der Region mehrheitlich zu alkoholstarken Weinen verschnitten. Noch heute finden wir in Apulien viele dieser Tafelweine, Kurantweine genannt. Die Region überzeugt inzwischen aber auch mit gehaltvollen und komplexen Rotweinen und einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. Am bekanntesten sind die fruchtigen, weichen Weine mit intensiven Kirschnoten aus der hauptsächlich in dieser Region angebauten Rebsorte Primitivo, «die früh Reifende», die mit der in Kalifornien angebauten Zinfandel identisch ist.

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