Jetzt den Weinführer 2012
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Champagner
Champagner zum Frühstück? Perfekt. Denn es wäre viel zu schade, den Nobelwein der Grande Nation nur als Apéro zu beachten. Ausserdem: Kaum ein anderes Getränk verleiht einem Moment so elegant einen Hauch von Luxus.
Synonym für feinsten Schaumwein: Champagner
Wie vieles im Leben, entstand Champagner durch Zufall: Man fügte den Weinen Zucker zu, um sie trinkbarer zu machen – und löste eine zweite Gärung aus. Jahrzehntelang feilten die Winzer an der besten Methode, den edlen Schaumwein zu verfeinern, bis er zu dem wurde, was wir heute kennen: Champagner.
Jedes Champagner-Haus hütet sein Geheimnis
Basis einer Cuvée sind Chardonnay, Pinot Noir und Pinot Meunier, meist aus verschiedenen Jahrgängen, deren Grundweine in der Flasche ein zweites Mal vergoren werden. Ein Blanc de Blancs Champagner wird nur aus einer Rebsorte erzeugt: Chardonnay. Rosé-Champagner entsteht meist durch Zugabe von etwas Rotwein. Natürlich dürfen nur Trauben verwendet werden, die ausschliesslich im Herkunftsgebiet nordöstlich von Paris gewachsen sind.
Champagnerverfahren – aufwendig und nur für Gewächse der Region erlaubt
Nach der zweiten Gärung lagert die Flasche horizontal mindestens 15 Monate bis mehrere Jahre in den Kreidekellern der Champagne. Eine Weile vor der Abfüllung wird die Flasche im Rüttelpult (oder automatisch in der Gyropalette) nach und nach auf den Kopf gedreht, damit sich die Hefe im Flaschenhals sammelt. Der Hefepfropfen wird im Kühlbad angefroren und schiesst nach dem Öffnen aus der Flasche. Anschliessend wird diese mit in Wein gelöstem Zucker (Dosage) aufgefüllt und der Champagner verkorkt – fertig.
Champagner veredelt jedes Menü
So streng wie das Champagner-Reglement, so vielfältig sein Stil, so locker sind die Anlässe zum Geniessen: klassisch als Aperitif, zum Fisch oder Geflügel. Wie wär‘s mit Perlen zum Dessert? Der feine Duft nach Brioche vieler Champagner brilliert zu Kuchen und Gebäck.


