Sekt


Sekt, Prosecco oder gar Champagner – auf den ersten Blick sind alle: Schaumweine. Doch die feinen Unterschiede liegen nicht nur in der deutschen Sprache. Herkunft und Herstellungsverfahren sorgten schon für so manchen Streit unter Winzern.


Sekt ist ein deutscher Ausdruck für Schaumwein

Im Deutschen bezeichnete man früher im Volksmund einen Schaumwein als Sekt oder Schampus. Woher dieser Sekt stammt, war den Leuten oft weder wichtig noch bekannt. Deshalb dachte sich ein Münchner Gastronom auch nichts dabei, als er auf seine Weinkarte “Schampus” schrieb. Doch er hatte die Rechnung ohne die Franzosen gemacht. Das “Comité Interprofessionel du Vin de Champagne” schäumte vor Wut und verklagte den Wirt. Schampus sei Champagner und der darf eben nur aus der Champagne kommen. Interessant ist an diesem Streit das Verständnis des Begriffes selbst. Während in gehobenen Bildungskreisen Schampus tatsächlich für Champagner steht (vermuten die Richter), sagt der Durchschnittskonsument Sekt zu allem, was blubbert (behauptet der Wirt).
Im Waadtländer Dörfchen Champagne wird schon seit Jahrhunderten Wein – nicht Schaumwein – angebaut. Auf Antrag des  “Comité Interprofessionel du Vin de Champagne” in Frankreich und nach langen zähen Verhandlungen darf das Wort „Champagne“nicht mehr auf den Waadtländer Etiketten stehen.

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